Regeln für die Entwicklung wissenschaftlicher Software

Die zehn Regeln:

Rule 1: Don’t Reinvent the Wheel
Rule 2: Code Well
Rule 3: Be Your Own User
Rule 4: Be Transparent
Rule 5: Be Simple
Rule 6: Don’t Be a Perfectionist
Rule 7: Nurture and Grow Your Community
Rule 8: Promote Your Project
Rule 9: Find Sponsors
Rule 10: Science Counts

Prlić A, Procter JB (2012) Ten Simple Rules for the Open Development of Scientific Software. PLoS Comput Biol 8(12): e1002802. doi:10.1371/journal.pcbi.1002802

Blogs zur Informationsvisualisierung

Es gibt Hunderte von Blogs, die sich mit Daten, Informationen und deren Visualisierung beschäftigen. Hier eine kleine Auswahl von Blogs, die mir seit langem besonders gut gefallen.

information aesthetics.Where form follows data.

Beispielposting: OrgOrgChart: The Dynamic Organization of an Organization

FloatingSheep

Sehr viele Visualisierungen rund um Twitter, oft auch Auftragsarbeiten für den Guardian.
Beispielposting: Mapping Racist Tweets in Response to President Obama’s Re-election

Flowing Data

Ach, wo soll man anfangen? Zwei Beispiele sollen reichen.
Beispielposting 1: Getting Started with Charts in R
Beispielposting 2: An Ideal Bookshelf

Datavisualization.ch

Datavisualization.ch is the premier news and knowledge resource for data visualization and infographics. Leider wird dort recht selten gebloggt. Eine Perle ist sicherlich A Carefully Selected List of Recommended Tools.

The Functional Art

Alberto Cairo über Visualisierungen, oft mit einem Fokus auf Datenjournalismus.
Beispielposting: Radar graphs: Avoid them (99.9% of the time)

Cairo bietet übrigens auch einen MOOC über Introduction to Infographics and Data Visualization an, der am 12. Januar 2013 startet.

Information is Beautiful

Eins der prominentesten Blogs dieser Sparte, leider mit recht wenig Postings in den letzten Monaten. Dort vergibt man vor einigen Monaten den Information is Beautiful Award.

Einige dieser Blogs und einige weitere hat Joshua Kitlas letztes Jahr schon zu den 25 Must-Follow Information, Data and Visualization Blogs and RSS Feeds for the Data Professional zusammengestellt.

TIB/UB eröffnet Open Science Lab

Lambert Heller im Blog der TIB/UB Hannover:

An der TIB Hannover nimmt 2013 ein neues Team seine Arbeit auf, das Open Science Lab. Hier sollen neuartige Webanwendungen für ForscherInnen in enger Abstimmung mit überregionalen Benutzer-Communities erprobt und (weiter-)entwickelt werden. Alle Ergebnisse sollen schnell öffentlich zugänglich gemacht werden, auch dann, wenn es sich um vorläufige oder experimentelle Anwendungen handelt. Das Lab strebt vielfältige Kooperationen mit anderen Interessierten (einzelnen Softwareentwicklern, Verlagen, Bibliotheken etc.) an und will Drittmittel für neue Entwicklungen einwerben.

Untersucht werden sollen u.a. der Umgang mit publizierten Rohdaten oder alternative Publikationsarten. Die Ergebnisse sollen konsequenterweise unter freien Lizenzen veröffentlicht werden.

Altmetrics in VuFind

Vor vier Tagen ging es hier um Altmetrics in Primo. Kollege Kinstler aus der VZG las dies und hat in sehr kurzer Zeit (besten Dank!) eine unkomplizierte Umsetzung für VuFind gefunden und in unserem (nicht öffentlichen) Testsystem umgesetzt. Und zwar ganz einfach mittels der von Altmetric.com angebotenen Badges. Die sehen beispielsweise so aus:

Diese Darstellung ist doch etwas klobig, daher haben wir uns im Echtsystem für eine etwas dezentere [1] Die Konfiguration lautet: class=’altmetric-embed‘ data-badge-popover=’top‘ data-hide-no-mentions=’true‘ Variante entschieden. Im kurzen Filmchen sieht man, wie es momentan aussieht:

Beispiele können hier eingesehen werden:

Und wer nicht weiß, was das alles soll: hier geht es zum Altmetrics-Manifesto.

References

References
↑1 Die Konfiguration lautet: class=’altmetric-embed‘ data-badge-popover=’top‘ data-hide-no-mentions=’true‘

Bezahlschranken sind eine Motivationsbremse

In einigermaßen regelmäßigen Abständen werden Beiträge aus der Libworld-Reihe in Journals oder Büchern zitiert. Ich erfahre davon meistens über Alerts, z.B. bei Google Scholar. Was ich selten erfahre ist der eigentliche Inhalt der Publikation über den Abstract hinaus. Fast immer handelt es sich um Closed-Access-Publikationen. Natürlich ließe sich an die Artikel gelangen. Die Möglichkeiten sind zahlreich. Ich könnte die meist geforderten 25 – 39 US$ zahlen, [1] Haha. Hat das überhaupt schon mal jemand gemacht? Oder ist das eher ein symbolischer Preis? ich könnte die Fernleihe bemühen, ich könnte nach eventuellen Embargo-Zeiten nach OA-Versionen suchen. Und noch vieles mehr.

Will ich das? Ich will ja nur schnell nachsehen, in welchem Kontext die Libworld-Publikation (aktuell der Finnland-Artikel von Reetta Saine, der anscheinend in diesem Artikel zitiert wurde) erwähnt wird. Dafür so ein Aufwand? [2] Besonders unverständlich ist das bei Publikationen der IFLA, die sich oft an ein Publikum aus Schwellen- und Entwicklungsländern richten.

Zusammenfassung: Bezahlschranken sind Zugangsschranken sind Entdeckungsverhinderer sind innovations- und wissenschaftsfeindlich.

References

References
↑1 Haha. Hat das überhaupt schon mal jemand gemacht? Oder ist das eher ein symbolischer Preis?
↑2 Besonders unverständlich ist das bei Publikationen der IFLA, die sich oft an ein Publikum aus Schwellen- und Entwicklungsländern richten.

Altmetrics in Primo

Christine Stohn schreibt über eine Extension, mit der man Altmetrics in Primo integrieren kann:

We have just added a free Primo code extension to the CodeShare area in EL Commons, the Ex Libris collaborative platform. It enables libraries using Primo to embed altmetrics from altmetric.com into the search results. I am very excited about this new feature. Read more about my take on altmetrics below the picture.

Die Idee ist gut, die API ist hier. VuFind könnte sowas doch auch ganz gut gebrauchen…

Elinor Ostrom in Interviewschnipseln

Defining „the commons“ (1/8)

The term „commons“ means to me a wide diversity of non-private goods.

The importance of “the commons” (2/8)

IASC Projects, goals and dreams (3/8)

The achievements of IASC (4/8)

Main challenges of IASC (5/8)

The agenda of IASC (6/8)

The future of IASC (7/8)

Work to be done (8/8)

[via Remix the Commons]

Archiviert und visualisiert: die Tweets zum #cch12

Dieses Jahr konnte ich ausnahmsweise nicht zum #cch12. Daher zeige ich jetzt hier, was ich eigentlich dort in einem Session vorstellen wollte. Es geht um die Visualisierung von Twitterkonversationen. Und bevor man Daten visualisieren kann, muss man sie erst einmal sammeln. Dies kann man hervorragend mit R machen. Es gibt aber auch einsteigerfreundlichere Wege.

Von den mir bekannten Tools ist Martin Hawkseys TAGS v3 (Twitter Archiving Google Spreadsheet) eines der einfachsten. Er selbst beschreibt sehr gut, wie man Tweets automatisch in ein Google Spreadsheet archiviert. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber R oder anderen Desktoplösungen ist die Verfügbarkeit des Dienstes unabhängig davon, ob der eigene Rechner läuft. Twitter erlaubt via API zur Zeit den Abruf von maximal 1500 Tweets gleichzeitig. [1] Things Every Developer Should Know: Clients may request up to 1,500 statuses via the page and rpp parameters for the search method. Daher können umfangreiche Konversationen nachträglich oft nicht archiviert werden. Lässt man die Applikation jedoch während eines Events laufen, ist die Archivierung weitaus größerer Tweetmengen möglich. Hier ein paar Screenshots, die den Leistungsumfang der Anwendung andeuten:

Martin Hawksey ist ein begnadeter Frickler und stellt zusätzlich zu seinem Archivierungstool (das auch ein paar einfache Analysefunktionen mitbringt) auch eine Visualisierungskomponente zur Verfügung: den TAGSExplorer, dessen Output im ersten Screenshot zu sehen ist. Auch diesen und dessen Anwendung beschreibt er Schritt für Schritt.

Für das folgende Filmchen (Dauer: ca. 1 Minute, unbedingt als Vollbild ansehen!) habe ich die Replay-Funktion einer Twitterkonversation genutzt. [2]Kleines Schmankerl für mitlesende Biblioblogger ist der zum Schluss in die Bildmitte baumelnde @lambo. Die Darstellung ist zufällig und bei jedem Durchlauf anders. Das war allerdings ein First … Continue reading

Wer selbst mit den Daten herumspielen möchte, kann gerne meine Backup-Version herunterladen. Da ich ab und an mal aufräume, kann ich nicht dafür garantieren, dass die Daten unter dieser Adresse beliebig lange verfügbar sein werden. Hinweise auf angefertigte Derivate nehme ich gerne entgegen!

#SWIB12 habe ich übrigens auch aufgezeichnet. Ich hoffe, das ich mich damit in Kürze etwas näher beschäftigen und noch 1-2 andere Tools vorstellen kann.

References

References
↑1 Things Every Developer Should Know: Clients may request up to 1,500 statuses via the page and rpp parameters for the search method.
↑2 Kleines Schmankerl für mitlesende Biblioblogger ist der zum Schluss in die Bildmitte baumelnde @lambo. Die Darstellung ist zufällig und bei jedem Durchlauf anders. Das war allerdings ein First Take, den ich sofort genommen habe. ;o)

ORCID-Launch am 16. Oktober 2012

Morgen öffnet ORCID die Pforten. Aus diesem Anlass möchte ich hier Martin Fenners Präsentation zu ORCID einbinden:

Wer ein bißchen mehr Text möchte, kann sich seinen Artikel „ORCID: Unique Identifiers for Authors and Contributors“ im Information Standards Quarterly durchlesen. Oder die (neu gestaltete?) ORCID-Webseite durchstöbern. Ein guter Einstieg sind die Principles oder die FAQ.