Elsevier vs. Wissenschaft

Liane Haensch macht in ihrer Stimme auf zwei Kampagnen aufmerksam. Die eine Kampagne geht von Elsevier, Thieme und Springer aus, die den Dokumentenlieferdienst der ETH-Bibliothek untersagen lassen will.

Die zweite Kampagne ist von Wissenschaftlern initiiert und richtet sich gegen die Praktiken von Elsevier: The Cost of Knowledge. Man kann auf der Webseite seinen Unwillen erklären, für Elsevier tätig zu werden als Autor, als Herausgeber oder als Reviewer.

Zu „The Cost of Knowlegde“ gibt es auch sonst eine Menge zu lesen. Ich hebe hier mal die Mail von BC Kämper in Inetbib hervor.

Die Resonanz auf die Aktion reicht von Mathematikern (und nochmal Mathematikern) zu Historikern, von Linguisten über Biologen zu Webwissenschaftlern.

Unterzeichnet hat übrigens auch Scott Aaronson, der Verfasser dieses amüsanten Reviews von John Willinskys „Access Principle“.

"Some real nasty things" auf Twitter

Hey, so some real nasty things are being said about you here http://abc.xy i cant believe what was said..

Sollte diese Nachricht via Twitter als Direktnachricht (DM) hereinkommen, den Link nicht anklicken! Da ich diese DM inzwischen auch von mehreren Bibliotheken erhalten habe, verweise ich direkt zu jemandem, der einschlägige DM-Texte gesammelt hat.

Release: OPUS 4.2.0

OPUS 4.2.0 ist fertig:

Ausgewählte Features, die in diesem Release neu entwickelt wurden:

* XML-basierte Import-Schnittstelle für Metadaten (inclusive Dokumentation des IMPORT-XML)
* dedizierte Unterstützung von Schriftenreihen mit der Möglichkeit zum Einbinden von Logos und HTML-Markup
* Anzeige und Sortierung nach Bandnummern innerhalb der Schriftenreihen
* Verlinkung zur Schriftenreihe aus der Frontdoor
* OAI-Schnittstelle unterstützt nun auch Sets (Anforderung für die
DINI-Zertifizierung)
* globale Enrichment-Verwaltung in der Administration
* RSS-Feeds auf beliebige Suchanfragen
* Anzeige des Gesamtbestands auf der Startseite
* Erweiterung der Bearbeitungsstati von Dokumenten, neu:
„In Bearbeitung“ und „Zugriff beschränken“
* Anpassung von Eingabefeldern im Adminbereich (z.B. Vergrößerung der Anzeige der Abstractfelder)
* Anpassung des Datenmodells (u.a. PageNumber, PageFirst und PageLast können jetzt nicht-numerischen Inhalt enthalten)
* Enrichtmentfelder mit HTML-Markup können auf der Frontdoor ausgegeben werden
* Validierung der XML-basierten Dokumenttypdefinitionen im Publikationsformular

Weiteres auf der OPUS4-Seite des KOBV.

Linked Data der DNB nun Linked Open Data

Aus einer E-Mail von Julia Hauser:

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der bestehende Linked Data-Service der Deutschen Nationalbibliothek um Titeldaten erweitert wird.

2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek damit begonnen, Normdaten als Linked Data zu veröffentlichen. Der bestehende Linked Data Service der DNB [1] wird nun um Titeldaten erweitert. In diesem Zuge wird auch die Nutzungslizenz für Linked Data auf „Creative Commons Zero“ [2] umgestellt.

Jetzt wurde der überwiegende Teil der Titeldaten der DNB – es fehlen z. B. noch Musikalien und die Bestände des Deutschen Exilarchivs – sowie die fortlaufenden Sammelwerke (Zeitschriften-, Zeitungs- und Schriftenreihentitel der Zeitschriftendatenbank (ZDB)) umgesetzt. Die RDF/XML-Repräsentation des jeweiligen Datensatzes ist ab sofort im Portal der DNB [3] über einen entsprechenden Link verfügbar. Es handelt sich ausdrücklich um einen experimentellen Dienst, der laufend erweitert und verfeinert werden soll. Nähere Informationen zu Fragen der Modellierung und des Vorgehens finden sich in der aktualisierten Dokumentation [4].

Der einzig richtige und wichtige Schritt! Die dazugehörigen Links:

[1] https://wiki.dnb.de/display/LDS/
[2] http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
[3] http://portal.dnb.de/
[4] http://files.d-nb.de/pdf/linked_data.pdf

Programmieren lernen

Adrian Pohl weist in seiner Stimme auf Plan3t.info auf Online-Programmierkurse für Nicht-Programmierer hin:

Seit Kurzem gibt es nun eine attraktive Gelegenheit für Nicht-Programmierer, das Coden zu erlernen: die Code Academy. Und mit dem Code Year gibt es ein Ein-Jahres-Programm, das häppchenweise Woche für Woche neue Aufgaben an die Teilnehmer vergibt. Ich bin dabei und es macht mir Spaß. Woche für Woche entwickle ich (und viele andere Teilnehmer des Code Years) ein Jahr lang stetig meine Programmierkenntnisse (in JavaScript, das derzeit die einzige von der Code Academy unterstützte Sprache ist, Python und Ruby sollen folgen). Das freut mich, der ich eine neue Kulturtechnik zu beherrschen lerne, und wird sicher bald auch meiner täglichen Arbeit nützen.

In den Kommentaren hat sich eine lebhafte Debatte unter anderem über die Vermittlung von Programmierkenntnissen in der bibliothekarischen Ausbildung entwickelt. Edlef verweist dazu noch auf das Great Librarian Massacre of 2012 (hier geht’s direkt zum Posting).

LODUM Productivity Map

Im LODUM-Projekt (Linked Open Data University of Münster) werden (Linked Open) Daten rund um die Uni Münster gesammelt und damit herumexperimentiert. In eigenen Worten:

One of the main goals of LODUM is to open up the university’s data silos, integrate the data, and make it easy to build applications on top of the data collection. This productivity map for Google Earth is an example of such an application. It renders the university buildings in 3D – the building height indicates the number of publications written by researchers working in the respective building.

Und so sieht das dann aus:

SPARQL: PNDs aller Hochschullehrer einer Hochschule aus DBPedia

DBPedia gibt ruckzuck die Liste aller PPN PNDs von in Wikipedia vorhandenen Hochschullehrern einer bestimmten Hochschule aus. Wenn man weiß, wie es geht.
Am Beispiel der Hochschule Hannover:

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7
SELECT DISTINCT ?individualisedPnd ?name WHERE {
    ?test <http://purl.org/dc/terms/subject> <http://de.dbpedia.org/resource/Kategorie:Hochschullehrer_(FH_Hannover)> .
    ?test foaf:name ?name .
    ?test dbpedia-owl:individualisedPnd ?individualisedPnd .
    ?test foaf:surname ?surname .
}
ORDER BY ?surname

Ausprobieren kann man das mit iSPARQL, hier das aufgeführte Beispiel. Dies für andere Hochschulen auszuprobieren, ist natürlich einfach: „Kategorie:Hochschullehrer_(FH_Hannover)“ durch die entsprechende Kategorie ersetzen und fertig.

Man erhält natürlich nur die PPN PNDs der Hochschullehrer, die auch in der entsprechenden Kategorie erfasst sind.

Ein paar Links zu iBooks

Apple versucht, ein proprietäres E-Book-Format auf den Markt zu drücken. Es ist abzusehen, dass eher früher als später die ersten Wissenschaftler vor den Bibliothekstüren stehen, die iBooks (so der Name des Formats) auf Institutional Repositories schaufeln möchten. Oder Eltern, die die Bibliotheken fragen, warum man dort keine iBooks herunterladen kann. Oder Autoren, die den Bibliotheken die Anschaffung von iBooks nahelegen möchten. Daher hier ein zwei Postings über iBooks, die ich lesenswert finde.

  1. iBooks Author, a nice tool but.. vom „Co-chairman of the W3C CSS Working Group“. Unbedingt lesen!
  2. Thomas Baekdal sieht, dass der Kaiser nackt ist: Lies, Damned Lies, and Ebooks