"Buch.08" will "BuchBasel" ersetzen

Nach der überraschenden Absage der Messe „BuchBasel“ wegen Millionendefiziten, soll das damit verbundene Literaturfestival trotzdem vom 14.-16. November 2008 stattfinden.
Das Basler Literaturfestival mit neuem Festival-Namen „Buch.08“ will grösstes Schweizer Buch-Festival werden und soll „[…] über die Landesgrenzen in den deutschsprachigen Raum ausstrahlen“.

[via baz.ch]

Geschäftstüchtige British Library

Vorgeschichte: Vor einiger Zeit haben zwei Infobiber einen Artikel zur Vermittlung von Informationskompetenz veröffentlicht, der nach einer gewissen Frist vom Verlag für Open-Access-Repositorien freigegeben wurde. Dies haben wir dann auch gerne wahrgenommen. Nun ist es so, dass damit für Dritte der Weg frei ist, um mit einem solchen Artikel den einen oder anderen Euro zu verdienen. Wie z.B. bei Emerald (GBP £13.00 plus handling charge of GBP £1.50 and VAT where applicable), bei Amazon (erfreulich günstig für nur $5,95) oder aber in der Premiumversion bei Research & Markets für sensationelle 34 Euro!

Nun ja, das kann man mehr oder weniger gut finden, vielleicht sogar unverschämt. Aber es ist alles rechtens, kein Einspruch möglich oder angebracht. Was ich jedoch ein wenig schräg finde, ist das Angebot der British Library, den Artikel via British Library Direct gegen Entgelt zu beziehen:

To buy the full text of this article you pay: £5.00 copyright fee + service charge (from £7.65) + VAT, if applicable

Copyright fee? Aha!

Fazit: Sollte jemand nach Publikationen suchen, ist British Library Direct für die Recherche vielleicht geeignet. Hat man das Gesuchte jedoch gefunden, sollte man lieber nochmal gegenprüfen (z.B. via BASE oder OAIster), ob man das Gewünschte nicht auch kostenfrei bekommen kann.

Dänische Nationalbibliothek verwahrt Mohammed-Karikaturen

Die vor rund zwei Jahren in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ erschienenen Mohammed-Karikaturen sollen nun in der dänischen Nationalbibliothek als historisch bedeutende Dokumente verwahrt werden.

Die Muslime in Dänemark fühlen sich durch die Entscheidung der Nationalbibliothek erneut provoziert. Wie Kasem Said Ahmad, Sprecher der dänischen Muslimen-Gemeinschaft, erklärt hat, wolle die Organisation allerdings nicht näher darauf eingehen, sondern das Vorgehen ignorieren.

Die Bibliothek will die Karikaturen ähnlich wie schützenswerte Altbestände nur beschränkt für die Benutzung zugänglich machen.

[via Pressetext Austria]

"Open Education" – Die Kapstadt-Erklärung

Nach den drei B-Erklärungen des Open Access (Bethesda, Budapest und Berlin) hat nun auch die Open-Education-Bewegung eine Erklärung, die zur Zeichnung offen steht: Kapstadt Open Education Declaration.

Das in der Erklärung genannte Hauptziel: Jeder sollte die Freiheit haben, Bildungsmaterialien zu nutzen, zu verändern, verbessern und weiterzugeben – ohne Einschränkungen.

Dies soll durch drei unterschiedliche Strategien erreicht werden:

  1. Lehrende, Schüler und Studenten: Wir ermuntern Lehrende (Professoren, Dozenten, Lehrer etc.) und Studierende, aktive Teilnehmer der „Open Education“-Bewegung zu werden. Teilnehmen bedeutet: frei zugängliche Bildungsmaterialien zu erstellen, benutzen, oder zu verbessern; Praktiken umzusetzen, die auf offener Kollaboration und gemeinsamer Erschließung von Wissen als Teil der Lehre basieren; Freunde und Kollegen einzuladen, an der Bewegung teilzunehmen. Die Erstellung und Nutzung von frei zugänglichenBildungsmaterialien sollte als integraler Teil von Bildung anerkannt werden.
  2. Frei zugängliche Bildungsmaterialien: Wir regen die Autoren und Verleger von Bildungsmaterialien dazu an, ihre Ressourcen frei zugänglich zu machen. Lizenzbedingungen sollten die Nutzung, Veränderung, Übersetzung, Verbesserung, und Weitergabe des Materials ermöglichen. Es soll in technischen Formaten bereitgestellt werden, welche die Verwirklichung dieser Möglichkeiten unterstützen, und Nutzern verschiedener Computersysteme zugänglich sind. So weit möglich, sollten die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden. Idealerweise sollten auch Nutzer ohne Internet einbezogen werden.
  3. Richtlinien und Politik: Regierungen, Verwaltungen, Schulen und Universitäten sollen frei zugängliche Bildungsmaterialien zu einem Thema mit Priorität machen. Bildungsmaterialien, die mit Hilfe von Steuergeldern erstellt werden, sollten offen zugänglich sein. Bei der Auswahl anerkannter Lehrmaterialien für den Unterricht und die Lehre, sollen „Open Educational Resources“ Vorzug finden. Bildungseinrichtungen sollen aktiv frei zugängliche Materialien fördern und ihre Relevanz hervorheben.

Zu den Erstunterzeichnern gehört u.a. Jimmy Wales.

[via Heise]

Libworld – Japan

From Malawi we are jumping to Japan, the next stop of our Libworld tour. This issue is a cooperation of two bibliobloggers. Sho Sato, an undergraduate LIS student of the School of Library and Information Science at the University of Tsukuba, wrote the main article. He is known in the Japanese biblioblogosphere as min2-fly. His blog is wonderfully named „Do Snails Dream of Electronic Library?“. The second contributor is known as katz3. He wrote the introductory part of this article. More details about their blogs can be found in the article.
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"informatica08" – Jahr der Informatik in der Schweiz

Der Schweiz fehlen die Informatiker. Verbände und Organisationen der schweizerischen Computer- und Telekombranche haben daher 2008 zum Jahr der Informatik erklärt. Damit soll der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der Informatik für Wirtschaft und Gesellschaft bewusst gemacht und gefördert werden.

Das Jahr der Informatik, die „informatica08“, wird von mehreren Anlässen begleitet. Heute findet beispielsweise ein „IT Summit“ in Zürich statt, bei dem es um die Zukunft des Informatik-Standortes Schweiz geht.
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Schulbibliothek mit 80.000 Bänden

Die älteste Schulbibliothek des Landes Sachsen-Anhalts steht in Pforta, sie beherbergt ca. 80.000 Bände, darunter auch zwei Erstausgaben von Kopernikus und Galilei.

Dutzende Namen ehemaliger Schüler sind heute weit über das Saaletal hinaus bekannt : Die Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Nietzsche lernten ebenso in der Landesschule wie der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der Historiker Leopold von Ranke und Goethes Enkel Wolfgang. Auf ihre Spuren kann man in dem Schularchiv stoßen, das in der Bibliothek aufbewahrt wird.

[via Volksstimme.de]

Tag des obdachlosen Buches

Am morgigen Samstag rufen die Betroffenenvertretung Helmholtzplatz und der Jederzeit Musik e.V. zu einer Protestaktion gegen die Schließung der Berliner Stadtteilbibliothek im Eliashof auf.

Interessierte sollen Regale und Bücher mitbringen, die dann vor der geschlossenen Bibliothek platziert werden. Die Anwohner wollen so demonstrieren, dass im Kiez etwas fehle: ein Platz für Bücher und Musik.

Plakat zur Aktion

[via taz]