Und damit haben sich auch die Feeds geändert. Mehr im OAD-Wiki.
Schlagwort: Open Access
JISC: Open Biblio 2
Naomi Lillie stellt im OKFN-Blog den finalen JISC-Report zur zweiten Phase des Open-Biblio-Projekts. Bevor ich hier alles zusammenfasse: am besten gleich dort lesen.
Starting an Open Access Journal: a step-by-step guide
Martin Eve erklärt in einem Fünfteiler, worauf es bei der Gründung eines Open-Access-Journals ankommt. Hier geht es los.
Schon im ersten Teil wartet er mit der Erkenntnis auf, die banal klingt, bei der Diskussion um Systeme und technische Anforderungen doch leicht übersehen wird:
What takes the time, energy and willpower is to get the social, rather than technical aspects sorted.
In diesem Sinne: Mal sehen, ob aus der Ideensammlung #newLIS tatsächlich eine Zeitschrift wird.
Open Access: EU-Kommission und Großbritannien
Große Neuigkeiten, kurz notiert:
EU-Kommission will Open Access vorantreiben
Forscher und Unternehmen sollen künftig leichter die Resultate öffentlich geförderter Forschung nutzen können. Nach dem Willen der Europäischen Kommission sollen bis 2016 etwa 60 Prozent der Publikationen im Rahmen öffentlich geförderter Forschung als Open-Access-Veröffentlichungen frei zugänglich sein. Eine entsprechende Empfehlung gab die Kommission am Dienstag bekannt. Zuvor war die britische Regierung mit einer umstrittenen Open-Access-Initiative vorgeprescht, die die Übernahme der Publikationskosten durch die Autoren vorsieht.
Um die erwähnte britische Initiative geht es hier: Open Access: Freier Zugang zur britischen Forschung.
Zum Vorgang um die EU-Kommission siehe auch Wisspub.
Neues BID-Journal: Library Essentials
Weitgehend unbemerkt [1] Zur Zeit drei Links auf die Startseite via Google zu finden:
von der Öffentlichkeit ist ein neues Journal entstanden: Library Essentials – Fakten und Berichte für Informationsspezialisten [2]Der Titel ist auch der Name eines Infoseite für „Home Library Furniture Tips & More“. Aber originelle Namensfindung im BID-Bereich ist wirklich alles andere als einfach. Vgl. … Continue reading . Es erscheint – wie B.I.T Online – bei Dinges & Frick und Chefredakteur ist – wie bei B.I.T Online – Rafael Ball. Diesmal in Kooperation mit Erwin König.
König ist auch gleich fleissigster Autor. Er hat fast alle bisher erschienen Artikel geschrieben. Neben seinen Artikeln gibt es noch ein paar von einem Anonymus namens wg und ein Editorial von Rafael Ball.
Es ist kein OA-Journal.
Technisch ist im NewLIS-Kontext vielleicht interessant, dass es sich bei Library Essentials um ein einfaches WordPress-Blog handelt. Für die Abonnementfunktion wird anscheinend das kostenpflichtige Plugin s2Member verwendet. Dies scheint mir auch so ziemlich das einzige sein, was die Plattform von einem gewöhnlichen Blog unterscheidet.
References
| ↑1 | Zur Zeit drei Links auf die Startseite via Google zu finden: |
|---|---|
| ↑2 | Der Titel ist auch der Name eines Infoseite für „Home Library Furniture Tips & More“. Aber originelle Namensfindung im BID-Bereich ist wirklich alles andere als einfach. Vgl. „Infobib“, „Netbib“, „Inetbib“, „Bib-Info“ und so weiter. |
MARCXML via OAI-PMH von DOABooks
Die bibliographischen Daten des Directory of Open Access Books sind nun per OAI-PMH auch als MARCXML abgreifbar:
To enable easier incorporation into library catalogues, we have added the MARCXML metadata format the OAI-PMH interface.
Open Access bedroht britische Arbeitsplätze
Britische Arbeitsplätze sieht die Daily Mail durch das Vorhaben der britischen Regierung bedroht, ein Open-Access-Mandat für mit öffentlichen Mitteln finanzierte Forschung umzusetzen. Ein heiterer Artikel, der das in Zeitungen ohnehin selten hohe Niveau in der Open-Access-Debatte noch einmal ein paar Etagen tiefer legt.
Hier geht’s zum Artikel: ‚Open access‘ move puts thousands of UK jobs at risk
#newlis: Burning down the house
Der Bibliotheksdienst wechselt wie schon IWP zu de Gruyter, siehe unter anderem Archivalia. Und bekommt nun eine moving wall von satten zwölf Monaten.
Ich selbst habe nur einen Artikel im Bibliotheksdienst veröffentlicht, das ist auch schon ein bißchen her. Aber der Bibliotheksdienst ist die einzige bibliothekarische Zeitschrift, die ich immer noch als Printexemplar im Zeitschriftenumlauf bekomme. Der Bibliotheksdienst bringt zu oft die berüchtigten Liebesbriefe an die Projektfinanzierer. Aber manchmal eben auch Perlen wie Joachim Eberhardts „Was ist (bibliothekarische) Sacherschliessung?“
Daher tut es mir tatsächlich leid, nun sagen zu müssen: Ich hoffe, dass der Bibliotheksdienst an Autorenmangel eingeht. Für die interessanten Artikel, die dennoch veröffentlicht werden sollen , wird nun in einem – zur Zeit teils schwer erreichbaren – Etherpad über Alternativen diskutiert. Gemeint ist damit die Neugründung eines OA-Journals für den BID- oder LIS-Bereich.
Mögliche Anknüpfungspunkte:
Peerj ist online
Peerj ist nun online. Im VÖBBlog ist das Geschäftsmodell folgendermaßen zusammengefasst:
Das Konzept des neuen Geschäftsmodells: Für 99 Dollar erwirbt man mit der Mitgliedschaft ein lebenslanges Recht auf eine Publikation pro Jahr, muss allerdings auch reviewen. Der Reviewprozess soll öffentlich ablaufen.
Der oft erwähnte Preiskampf bei Open-Access-Geschäftsmodellen geht nun also in eine neue Runde.
CDU für Open Access
Bei Netzpolitik heißt es:
Auch die CDU/CSU sieht ein, dass die Wissenschaft erhebliche Probleme mit dem Urheberrecht in Zeiten der Digitalisierung hat. Man plant eine Evaluation und “Überarbeitung dieser Regelungen und die Zusammenführung zu einer einheitlichen Wissenschaftsschranke”. Die CDU/CSU sieht “Anzeichen für eine marktbeherrschende Stellung von wissenschaftlichen Großverlagen”, und schlägt eine Überprüfung dieses Marktes durch das Bundeskartellamt vor. Dazu setzt man sich “für die Verankerung eines verbindlichen Zweitveröffentlichungsrechts in den Förderrichtlinien für Autoren wissenschaftlicher Beiträge im Internet ein.”
Auch eine Regelung zu verwaisten Werken soll erfolgen. Weiteres dazu und zu weiteren urheberrechtlichen Positionen der CDU im Diskussionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft.