Das SLUB-Personen-Wiki

Die SLUB Dresden hat ein Personen-Wiki eingerichtet. Dort werden Daten zu Personen gesammelt und aufbereitet, die einen Bezug zu Beständen und Sammlungsaufträgen der SLUB aufweisen.

Ein prominenteres Beispiel ist sicherlich Johann Sebastian Bach, über die Vielfalt der Personen kann man sich leicht ein Bild verschaffen, wenn man die Funktion “Zufälliger Artikel” nutzt.

Positiv ist zu vermerken, dass es sich tatsächlich um ein offenes Wiki handelt. Es kann also jeder ohne Registrierung Änderungen vornehmen. Ich gehe davon aus, dass dies demnächst zwecks Spam-Vermeidung mit einer Registrierung verbunden sein wird. Aber solange jeder Änderungen vornehmen kann, ist daran nichts auszusetzen. Ein anderer Punkt ist das Impressum. Dort heißt es:

Das Layout der Homepage, die verwendeten Grafiken sowie die sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Das Layout der Homepage entspricht bis auf ein eingefügtes Banner haargenau Monobook, dem Standard-Theme für Mediawiki. Im Impressum steht zwar nicht, dass die SLUB die Rechte am Layout der SLUB hat. Genauso wenig wie dort steht, dass sie die Rechte an den anderen Inhalten des Wikis hat. Aber es wird meines Erachtens impliziert. Abgesehen davon wäre eine konkrete Nennung, wer denn nun Urheber ist, ganz nett. Schon, um dann mal nachzuhaken zu können, ob nicht eventuell eine freie Lizensierung (z.B. CC-BY-SA) möglich wäre. Dann könnten die Daten auch tatsächlich im Ganzen genutzt werden.

Mememoir

Wiedermal ein heißer Tipp von Bernie Sloan via Dig_Ref. Er macht auf ein Wikikonzept aufmerksam, in dem jedes Zeichen mit einem Autoren verknüpft ist. Dies soll das Problem der Autorenschaft bei der kooperativen Arbeit an Dokumenten lösen:

Reporting in Nature Genetics, scientist Robert Hoffmann develops the first Wiki where authorship really matters. Based on a powerful authorship tracking technology, this next generation wiki links every word to its corresponding author. This way readers can always know their sources and authors receive due credit.

Wie’s funktioniert, kann man auch in diesem Filmchen erfahren.

Links

TiddlyWiki

Besim Karadeniz freut sich, dass es TiddlyWiki in eine Liste mit 15 Open-Source-Wikis geschafft hat. Als ich dort sah, dass TiddlyWiki, das ich bislang nicht kannte, komplett in Javascript erstellt ist und keine Datenbankanbindung benötigt, war ich ein wenig skeptisch. Diese Skepsis hat sich jedoch gerade in helle Begeisterung gedreht. Noch einfacher wird das Erstellen eines Wikis frühestens mit der Realisierung des Holo-Decks.

Kurzfassung:

  • Right click on http://www.tiddlywiki.com/empty.html
  • Choose “Save link as…” or “Save target as…”
  • Save the file to your desktop or somewhere else
  • Go to the file you just saved and double click it

Das war’s! Wirklich:

Vom eingangs erwähnten Besim Karadeniz gibt es übrigens auch eine deutsche Version. Und gerade sehe ich, das ich natürlich nicht der Erste bin, der dieses kleine Tool entdeckt…

Wiki als Bibliothekshomepage

Worüber man so alles stolpert, wenn man den Biblioblogosphären anderer Länder herumstöbert…

Neuestes Fundstück: Die SMS Junior Library der SMS Aga Khan School hat ihre Bibliothekswebseite einfach in ein gehostetes Wiki gepackt: http://smsjslibrary.pbwiki.com/

Banner der SMS Junior Library  des Aga Khan Education Service, Pakistan

Vielleicht nicht gerade die Ideallösung, aber immerhin bietet ein Wiki wie das hier verwendete PBWiki einige Funktionen wie eine Volltextsuchmaschine, und viel einfacher wird das Einfügen von Inhalten für die Bibliothek vermutlich nirgendwo.

kommunikation@gesellschaft: Wikis – Diskurse, Theorien und Anwendungen

Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft zum Thema “Wikis – Diskurse, Theorien und Anwendungen”. Das Inhaltsverzeichnis wirkt recht vielversprechend. Ein paar beim Überfliegen ausgewählte Artikel:

  • Till Westermayer (Freiburg): Politische Wiki-Nutzung zwischen Groupware und Text-Event – diskutiert an Fallbeispielen aus dem Umfeld von Bündnis 90/Die Grünen
  • Steffen Büffel (Trier), Thomas Pleil (Darmstadt), Jan Sebastian Schmalz (Münster)
    Net-Wiki, PR-Wiki, KoWiki – Erfahrungen mit kollaborativer Wissensproduktion in Forschung und Lehre
  • Christoph Koenig, Antje Müller, Julia Neumann (Darmstadt): Wie können Wikis im E-Learning ihr Potential entfalten? Ein Feldversuch, Eigenschaften aus der ‘freien Wildbahn’ auf die Universität zu übertragen.

kommunikation@gesellschaft hat übrigens auch eine Sonderausgabe von 2005 zum Thema “Erkundungen des Bloggens. Sozialwissenschaftliche Ansätze und Perspektiven der Weblogforschung” herausgegeben.

Die Beiträge können im Blog der Zeitschrift diskutiert werden.

[via Technikforschung]

LibWorld – Belarus

Alexey Skalaban is working as e-resources librarian in the National Library of Belarus, Minsk. He writes a blog for Belarusian Library Association, called “Librarians of Belarus: library weblog”. His blog is the only library related one in Belarus, so in this rather short episode of our LibWorld series he will introduce his own blog.
„LibWorld – Belarus“ weiterlesen

Ein Wiki-Roman

Konrad Paul Liessmann sieht Wikis als Nachfolger wissenschaftlicher Schreibkollektive in der DDR [1] Im Telepolisinterview: “Die besten Kopisten konnten nicht lesen”:

Schreibkollektive waren etwa eine große Errungenschaft der DDR-Wissenschaft. Das vergisst man heute alles. Ich besitze selbst Bücher aus dieser Zeit, in denen keine Namen von Autorinnen und Autoren genannt wurden, sondern nur etwa “Schreibkollektiv des Instituts XY der Universität Jena” oder so. Das ist also keine originäre Idee der neuen Medien, sondern war früher ein gesellschaftspolitisches Konzept – mit wenig Erfolg.

„Ein Wiki-Roman“ weiterlesen

References

References
1 Im Telepolisinterview: “Die besten Kopisten konnten nicht lesen”

Mash-ups für Professoren

Steffan Heuer schreibt in der aktuellen Ausgabe der Technology Review über Mash-ups für Professoren. Der Titel ist irreführend, es geht nämlich nicht um Mash-Ups, sondern um Open Access:

Die Fachverlage Springer und Wiley sowie der Verleger der “Science”, die Technology Review um Stellungnahme bat, wollten sich zum Thema Open Access nicht äußern.
Ihre Gegner werden dafür umso deutlicher: Als “Dinosaurier mit Gnadenfrist” bezeichnet Barbara Cohen die ungeliebten Verlage. Die ehemalige Redakteurin beim Fachmagazin “Nature Genetics” vergleicht das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit mit einer Geburt: “Es dauert eine Weile, ist äußerst schmerzhaft, und man freut sich, wenn das Baby endlich auf der Welt ist. Mit einem entscheidenden Unterschied: Bei Fachartikeln gehört das Kind der Hebamme. Die Verlage bestimmen, welche Besuchsrechte die Eltern haben, und man muss dafür auch noch bezahlen.

Mash-Ups werden nur am Rande erwähnt, als Möglichkeit, jenseits der konventionellen Pfade über Dinge zu publizieren, die in herkömmlichen Journalen nicht veröffentlich würden: Gescheiterte Experimente, Labor-Logbücher (als Beispiele wurden Useful Chemistry und AstroGrid genannt) oder Notizen über ungeklärte Fragen.

Ein paar Links zum Thema: