Sozialwissensschaftlicher Bestand der FU Berlin soll fast halbiert werden

Im Zuge der Neustrukturierung der UB der Freien Universität Berlin soll nun auch die Fachbibliothek Politik- und Sozialwissenschaften, in die UB integriert werden. Rund 300.000 Bücher und Zeitschriften aus der Zeit vor der Wende, fast 50 Prozent des derzeitigen Bestandes von ca. 770.000 Medieneinheiten, sollen dann an die Humanistische Universität Vilnius abgegeben werden.

Innerhalb der Fachschaft und auch unter den Bibliotheksmitarbeitern löst dies Unmut aus, da es dann weniger Staffelungen innerhalb des Bestandes und somit längere Wartezeiten geben wird.

Im Januar wird der Fachschaftsrat über das weitere Vorgehen beraten.

[via taz]

"Die Hölle der Bibliothek. Heimlicher Eros"

Die französische Nationalbibliothek zeigt seit Anfang Dezember und noch bis zum 2. März, ihre Sammlung an pornografischen Darstellungen. Diese waren bisher im Giftschrank, der im französischen „L’Enfer“ (die Hölle) heißt unter Verschluß.

„Die Zeiten haben sich geändert. Man geht heute mit Pornografie weniger prüde um“

meint die Kuratorin, zu der Frage, warum die Werke bis jetzt nicht ausgestellt wurden.

Im Vorfeld gab es zwar einige Kritiken an der Ausstellung, diese ist aber mit bis zu 600 Besuchern täglich ein Publikumserfolg.

[via heute.de]

"Erosion der Intensivleserschaft"

Die Zeitschrift Medien- und Kommunikationswissenschaft hat eine Studie mit dem Thema “ Erosion der Intensivleserschaft: Eine Zeitreihenanalyse zum Konkurrenzverhältnis von Tageszeitungen und Nachrichtensites“ veröffentlicht. Hierbei ist es erstmals gelungen eine Verschiebung zwischen Print- und Onlinenutzung nachzuweisen.

Besonders stark betroffen sind die Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen und der 35- bis 44-Jährigen. Bei ihnen ist der Anteil der regelmäßigen Leser von Abonnements-Tageszeitungen von 2001 bis 2006 von 50,5 auf 37,4 und von 64,8 auf 54,2 Prozent zurückgegangen. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Intensivnutzer von Nachrichtensites von 7,9 auf 14,2 und von 7,0 auf 12,3 Prozent.

Das Ergebnis der Studie kann man im Heft 4 diesen Jahres nachlesen.

[via heise.online]

Enquete-Kommission Kultur fordert Bibliotheksgesetz

Die Mitglieder der Enquete-Kommission «Kultur in Deutschland» haben konkrete Handlungsempfehlungen für die künftige Kulturpolitik in der Bundesrepublik unterbreitet.
In Ihrem Schlußbericht fordert die Kommission ein Bibliotheksgesetz, durch das die Bibliotheken stärker in die Bildungskonzepte der Länder eingebunden werden sollen.
Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßte die Forderung. Nachzulesen in der Pressemeldung des dbv vom 12.12.07

Nachlass von Walter Boehlich kommt nach Potsdam

Das Institut für europäisch-jüdische Studien hat heute mitgeteilt, dass die Bibliothek des im Jahr 2006 verstorbenen Literaturkritikers Walter Boehlich nach Potsdam ans Moses Mendelssohn Zentrum kommt. Ein entsprechender Vertrag mit den Erben sei unterzeichnet worden.
Nach der Sanierung Stadt- und Landesbibliothek soll die Bibliothek, die rund 10.000 Bände aus den Gebieten deutsche Literatur und romanische Literaturen, Literaturwissenschaft und Philosophie enthält, dort zugänglich gemacht werden.

[via berlinerliteraturkritik.de]

Umweltbibliothek eröffnet

Grundsätzlich ist es ja heutzutage eher selten, wenn man verkündet, dass eine neue Bibliothek eröffnet wurde, so aber geschehen in Halle. Dort öffnete eine „Umweltbibliothek“. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn genau aus den gleichen Räumen, wurde im letzten Jahr eine Umweltbibliothek nach Merseburg verlegt. Die damalige Begründung: nicht genug finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Mehr dazu hier.