Monika Böhm-Leitzbach: Rechtsinformation im Zeichen von E-Government

Monika Böhm-Leitzbach: Rechtsinformation im Zeichen von E-Government

Die Arbeit thematisiert nach Erläuterungen zu den Begriffen Rechtsinformation und E-Government die heterogene Informationslandschaft der frei zugänglichen Rechtsinformation in Deutschland. Normgeber, Gerichte und Parlamente auf Ebene des Bundes und der Länder gestalten auf vielfache Weise die Internetpräsentation der Gesetze, Entscheidungen und parlamentarischen Materialien. Das Gegenmodell zu dieser auf viele Internetadressen und Webseiten verteilten Rechtsinformation stellt das österreichische Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) dar, das als nationale E-Government-Anwendung über eine einzige Oberfläche den Zugriff auf die Gesetze, Entscheidungen und parlamentarischen Materialien ermöglicht. Das RIS als Blaupause und unter Beachtung der Anforderungen an E-Government-Anwendungen umreißt die Arbeit Rahmenbedingungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten für einen Portalentwurf, der als Single Point of Entry für die staatliche Rechtsinformation Deutschlands konzeptioniert ist.

Die Masterarbeit geht auch auf Open Data ein, passend zur aktuellen Debatte um Geschäfte mit Gerichtsurteilen.

Rivva-Ersatz in geschlossener Gesellschaft: Newshype

Mit Newshype geht nun endlich eine Seite an den Start, die die Rivva-Nachfolge antreten möchte. Artikel über Newshype:

Momentan ist die Besichtigung nur mit Einladung möglich. In den Screenshots sieht Newshype aber schon einmal recht rivva-artig aus. Die praktische Umsetzung des Rankings zu beobachten, wird besonders spannend sein. Ich hoffe auf baldige Freischaltung des Dienstes.

Ein brauchbarer Open-Source-Memetracker für kleinere, speziellere Communities wie z.B. die Biblioblogosphäre ist jedoch auch dann weiterhin wünschenswert, wenn Newshype den Erwartungen gerecht würde.

So verdienen Finanzinvestoren am Verkauf deutscher Urteile

28 Prozent Umsatzrendite – der Digital-Verlag Juris erzielt unter anderem mit Online-Datenbanken deutscher Rechtsprechung traumhafte Gewinne. Eigentlich gehören die Urteile der Allgemeinheit. Doch ein Vertrag mit dem Bund garantiert Juris exklusive Vorteile.

Einzig gangbare Lösung: alles maschinenlesbar und gemeinfrei ins Netz. Weiter geht’s bei Spiegel Online.

Akademischer Schwindel auch in Italien?

Ok, das Fragezeichen in der Überschrift muss man eigentlich nicht setzen. In Italiens akademischer Landschaft wird mit Sicherheit genauso betrogen wie in allen anderen Ländern auch. Nun allerdings ist ein Fall in die Schlagzeilen geraten, dessen Brisanz Vergleiche mit Guttenberg aufkommen lässt. Daniela Santanchè ist Staatssekretärin der Berlusconi-Regierung. Und angeblich soll sie ihren Master-Abschluss an der Bocconi School of Management erfunden haben. Mehr Infos gibt’s unter anderem bei Tagesschau.de.

[Via Forschungsmafia]

Literatur ausstellen. Interdisziplinäre und intermediale Aspekte von Literaturvermittlung

H-Soz-u-Kult macht auf den CfP für die Tagung Literatur ausstellen. Interdisziplinäre und intermediale Aspekte von Literaturvermittlung aufmerksam:

Die Tagung widmet sich der synchronen und diachronen Entwicklung von Literaturvermittlung im deutsch- und englischsprachigen Raum. Dazu soll ein Metablick auf Literaturhäuser als lebendige Austauschorte für die (Gegenwarts-)literatur, auf ihre Autoren und Leser, auf Literaturmuseen als Pfleger und Bewahrer eines kulturellen Erbes wie auch auf biographisch, literaturhistorisch oder wirkungsthematisch orientierte Vermittlungsformen geworfen werden. Wie werden literarische Texte akustisch oder filmisch präsentiert, Manuskripte visuell vermittelt oder Autor-Artefakte museal aufbereitet? Wie wird Literatur außerhalb des Museums vermittelt, beispielsweise durch Hinweistafeln in Stadträume und Landschaften eingeschrieben? Und schließlich, wie generieren und erhalten diese Vermittlungsstrategien touristische Praktiken, die Fragen nach Materialität und Authentizität von Literatur fokussieren?

Open Data und Datenjournalismus

Als Nachtrag zur Zusammenfassung des Themas Open Government Data auf der CeBIT hier noch die Präsentation von Lorenz Matzat zu „Open Data und Datenjournalismus“:

Ebenfalls auf der CeBIT mit einem Vortrag zum Thema OGD vertreten war übrigens die Initiative Amt24. Der Vortrag führte ein wenig ins Thema ein und ist soweit ich weiß nicht online verfügbar.

Deutscher Hörbuch Preis 2011

Die Gewinner des Deutschen Hörbuch Preises 2011 stehen fest.

Bester Interpret: Burghart Klaußner als Sprecher des Hörbuchs „Schuld“ von Ferdinand von Schirach
Beste Fiktion: Walter Adler für die Umsetzung des Romans „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende
Beste Information: an die Produzenten des Hörbuchs „Nelly Sachs | Schriftstellerin | Berlin/Stockholm“
Beste verlegerische Leistung: an die Reihe „Edition Künstler im Gespräch“
Beste Interpretin: Laura Maire als Sprecherin der Hörbuchversion von Janne Tellers Roman „Nichts. Was im Leben wichtig ist“
Bestes Kinderhörbuch: „Kuckuck, Krake, Kakerlake“
Das besondere Hörbuch / Beste Bearbeitung: Hörbuchausgabe von Mark Z. Danielewskis Debütroman „Das Haus. House of Leaves“

Die Preise werden am 16. März 2011 in Köln im Rahmen des Auftaktes für die diesjährige Litcologne verliehen.

[via deutscher-hoerbuchpreis.de]

Open Government Data auf der CeBIT

Während der CeBIT gab es wieder hunderte von Fachvorträgen aus allen möglichen Bereichen rund um Technik und Gesellschaft. Diesmal war das Thema Open Government Data (OGD) mindestens bei zwei Terminen vertreten.

Zuerst im Vortragsprogramm des 2. Medienwirtschaftsgipfels [1] Disclaimer: Lambert Heller und ich waren Teil der Vorbereitungs-AG „Enterprise 2.0“ und der AG „Open Government Data“ . Dort fanden sich drei kompetente Redner und ein ebenso kompetenter Moderator (Stefan Gehrke) ein, die verschiedene Aspekte des Themas OGD vorstellten. Ton Zijlstra gab einen Überblick, um was es bei OGD überhaupt geht, Jörn von Lucke betrachtete „Open Government Data als Wirtschaftsgut“ und Lorenz Matzat erläuterte, was „Datenjournalismus“ ist.

Die Folien zu Tons Vortrag:

References

References
↑1 Disclaimer: Lambert Heller und ich waren Teil der Vorbereitungs-AG „Enterprise 2.0“ und der AG „Open Government Data“

Rechtswissenschaftlicher Fachschaftsrat der Uni Bayreuth gibt Zitiertipps

Die Fachschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Bayreuth klärt in der jüngsten Ausgabe der Fachschaftszeitung Para-Graph (Ausgabe 05 / Februar 2011 (PDF), S. 2) über die Hauptfehler bei der Erstellung von Hausarbeiten auf. Ein Punkt: Zitieren und Literaturverzeichnis.

Wissenschaftliches Arbeiten will gelernt sein. Eine der wichtigsten Maximen: Ohne Belege keine Hausarbeit! Denn wir Juristen untermauern unsere Argumente gerne mit den Namen anderer, die schon vor uns den Weg der Weisheit gegangen sind und eine bestimmte Ansicht in einem Meinungsstreit vertreten haben.

Die Autorin Janina Krenk ist den Weg der Weisheit offensichtlich schon weiter gegangen als manch Bundesminister. Ich bin bestimmt nicht der einzige, der die nächste Ausgabe des Para-Graph mit Spannung erwartet, um die Reaktion der Bayreuther Jurastudierenden zu erfahren. Die Bayreuter Juristenausbildung ist durch die Plagiatsaffäre sicherlich nicht im Ansehen gestiegen. Dazu in der FR:

Längst macht das hässliche Wort „Buyreuth“ die Runde.

Nur der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle noch auf den Zwischenbericht im Guttenplag-Wiki hingewiesen.