Christian Stelzenmüller: Mashups in Bibliotheken

Mashups können durch die Kombination von Daten einen Mehrwert gegenüber den ursprünglichen Informationsquellen bieten. Diese Arbeit stellt Mashups vor und zeigt, wie Bibliotheken Mashups bislang für sich nutzen. Des weiteren wird untersucht, wie verbreitet sie auf ausgewählten Websites wissenschaftlicher Bibliotheken sind. Abschließend wird anhand eines einfachen, praktischen Beispiels erläutert, wie ein Mashup realisiert werden kann, und welche Schritte dafür notwendig sind.

Die Bachelorarbeit von Christian Stelzenmüller „Mashups in Bibliotheken : Untersuchung der Verbreitung von Mashups auf Webseiten wissenschaftlicher Bibliotheken und Erstellung eines praktischen Beispiels“ ist hier online verfügbar.

Das im Abstract erwähnte praktische Beispiel ist eine Karte sämtlicher wissenschaftlicher Bibliotheken,

die am BIX-WB im Jahr 2007 teilgenommen haben. Es wird neben der Adresse und den BIX-Ergebnisdaten der Bibliotheken auch ein Link zur Homepage der einzelnen Bibliotheks-Website angezeigt.

Diese Bachelorarbeit zeigt sehr schön, dass

  1. Mashups keine Zauberkunst sind, und
  2. durchaus praktische Anwendung finden können.

Somit ist sie ein weiteres Argument dafür, dass auch Bachelorarbeiten oft veröffentlichungswürdig sind.

Googles lässt Bücher einbinden

Google hat eine neue Embed-Funktion für die Google-Buchsuche angekündigt. Damit kann man – sofern vorhanden – den Scan samt Suchfunktion und noch einigen anderen Spielereien in eine andere Homepage oder ein Blog einbinden.


Der dazu benötigte Code lässt sich mit dem Preview-Wizard erzeugen. Benutzerfreundlich ist das nicht, aber immerhin funktioniert es. Und die UoC-Library hat es sogar schon (testweise?) in den Katalog eingebunden. Für deutsche Bibliotheken kommt das im Normalfall noch nicht in Frage, da einfach noch nicht ausreichend Material zur Verfügung steht.

[via ReadWriteWeb]

HGIS Germany

Stefan H. machte mich auf HGIS Germany aufmerksam.

HGIS Germany ist ein historisch-geographisches Informationssystem, das auf Flächenbasis aufgebaut ist und die Entwicklung der Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes (bzw. des Norddeutschen Bundes/Deutschen Reiches) von 1820 bis 1914 abbildet. Es verbindet damit Informationen zu Raum und Zeit in einem Informationssystem. […] Den geographischen Daten sind historische Informationen, wie etwa Bevölkerungszahlen, Wirtschaftsdaten, dynastische Verbindungen oder auch multimediale Staatenbeschreibungen, zugeordnet.

Ein Beispiel ist die Visualisierung der Streichgarnproduktion in Preußen:

Dieses hübsche Projekt zeigt sehr schön auf, wie man historische Daten visualisieren kann. Und nun sich mir die Frage: Könnte man so etwas nicht auch mit Freebase hinbekommen? Durch Freebase Parallax bieten sich dem geübten Herumklicker schon etliche Visualisierungsmöglichkeiten. Auch wenn ich es spontan nicht hinbekommen habe: Ich sehe es als nicht unmöglich an, die Zeitleiste mit den Map-Funktionen zu kombinieren. Wenn das jetzt tatsächlich noch nicht gehen sollte, kann man eine solche Funktion sicherlich implementieren.

So schnell werden wir das jedoch nicht herausfinden können. Denn:

© HGIS Germany, 2006-2007. All rights reserved.

Eine Nachnutzung der erstellten Datenbanken ist also offensichtlich nicht vorgesehen. Immerhin kann HGIS auch so z.B. für schulische Zwecke verwendet werden.

Yahoo IDs nerven

Man gewöhnt sich ja daran, ca. 100 verschiedene Accounts für verschiedene Dienste zu nutzen. Das ist alles noch halbwegs machbar, wenn man auf die Usernamen noch einigermaßen Einfluß hat. Was bei Yahoo nicht der Fall ist. Wieso muss ich eine Email-Adresse bei Yahoo haben, um Flickr oder die Yahoo APIs nutzen zu können? Und wieso muss ich mich datentechnisch nackig machen (Geburtsdatum, Postleitzahl etc.), um einen vergessenen Account wiederzubeleben?

Dazu kommt noch, dass viele Dienste ohne Anmeldung einfach unkomfortabel sind. Wenn ich z.B. dieses Bild in dieses Posting integrieren möchte, kann ich das natürlich auch ohne Anmeldung machen. Aber die „Share This“- Option gibt’s nur nach Anmeldung. Damit geht’s ganz fluffig:

97220015

Offenheit geht anders. Web 2.0 geht anders. Dies ist ein riesengroßes Manko an Flickr, und auch an etlichen anderen Yahoo-Diensten. Die Anmeldungen sind durchweg umständlich und benutzerunfreundlich. Und Dienste wegzuschließen, die keine Personalisierung erfordern, ist kontraproduktiv.

Mach was, Yahoo!

Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen

Mit sozialen Suchdiensten – wie z.B. Yahoo Clever, Lycos iQ oder Mister Wong – ist eine Ergänzung zu den bisherigen Ansätzen in der Web-Suche entstanden. Während Google und Co. automatisch generierte Trefferlisten bieten, binden soziale Suchdienste die Anwender zur Generierung der Suchergebnisse in den Suchprozess ein.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Buch der Frage nachgegangen, inwieweit soziale Suchdienste mit traditionellen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen können. Der vorliegende Band beleuchtet die hier aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von sozialen Suchdiensten zu schließen.

Das Buch „Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen“, das in einem Forschungsprojekt von Studierenden der HAW Hamburg, Department Information, und Lycos Research entstanden ist, gibt’s auch als kompletten Download.

[via Inetbib]

TiddlyWiki

Besim Karadeniz freut sich, dass es TiddlyWiki in eine Liste mit 15 Open-Source-Wikis geschafft hat. Als ich dort sah, dass TiddlyWiki, das ich bislang nicht kannte, komplett in Javascript erstellt ist und keine Datenbankanbindung benötigt, war ich ein wenig skeptisch. Diese Skepsis hat sich jedoch gerade in helle Begeisterung gedreht. Noch einfacher wird das Erstellen eines Wikis frühestens mit der Realisierung des Holo-Decks.

Kurzfassung:

  • Right click on http://www.tiddlywiki.com/empty.html
  • Choose „Save link as…“ or „Save target as…“
  • Save the file to your desktop or somewhere else
  • Go to the file you just saved and double click it

Das war’s! Wirklich:

Vom eingangs erwähnten Besim Karadeniz gibt es übrigens auch eine deutsche Version. Und gerade sehe ich, das ich natürlich nicht der Erste bin, der dieses kleine Tool entdeckt…

"Alle sind dumm und Google ist schuld"

Unter dieser Überschrift schreibt Oliver Gassner auf heise.de derzeit eine kleine Reihe „in der es im wesentlichen darum geht, zu zeigen, was ‚Onliner der Generation 2.0‘ so alles lernen (können, wenn sie wollen).“
Nach Google und den Bloggern widmet sich der heute erschienene, dritte Teil der Frage

Macht das Internet uns dumm? Ist die Wikipedia das Ende des akademischen Arbeitens bei ihren Nutzerinnen und Nutzern und erzeugt es eine Horde von erbsenzählenden Soziopathen auf der Seite ihrer Ersteller?

ISBN2WP – Alpha Release

History

Read the first thoughts about a plugin that sucks bibliographic data from library catalogues here and here (both German). Since it does a bit more than just connecting to a SRU service, I renamed it from ISBN2SRU to ISBN2WP. Another name change is very likely to come soon.

How it works

Just insert an ISBN into your posting:
[isbn]3-492-04549-9[/isbn]
The plugin grabs bibliographic data (Dublin Core) the Common Union Catalogue via SRU, adds a search link to GVK via SeeAlso (I currently use isbn2gso) and includes a OpenUrl COinS. The latter makes it easy to grab the bibliographic data with, for example by Zotero.

A short showcase…

First plugin, first screencast…

Update: The youtube clip is of rather poor quality. You can view the pure flash file here

To do

  • The COinS export is anything but perfect, and so is the presentation of the given Dublin Core metadata. Any ideas how to improve this, anyone?
  • I didn’t manage to include the wordpress options hook properly. Help!
  • Links to diverse services will be integrated (Scirus, Google Scholar …)
  • A bunch of other things. For example support for DOI, URN …

Download & Installation

  1. Extract isbn2wp (ZIP) and drop the folder „isbn2wp“ into the plugins folder (/wp-contents/plugins/) of your WordPress installation.
  2. Go to your WordPress settings page and activate ISBN2WP.
  3. Start testing
  4. Leave a comment if you discover bugs or if you want to improve ISBN2WP.

Thanks

Thanks to Stefan, Meinhard, Lambert, Martin, Jakob, Patrick, Edlef and all the others who helped me with hints and cheats to build this draft of a useful plugin! This plugin appears by courtesy of the library of the University of Applied Sciences and Arts Hannover.

Licence & Disclaimer

  1. GPL
  2. This plugin works – somehow. It’s absolutely not perfect, I made no security testings and I guarantee absolutely nothing. Have fun!

Freebase Parallax

Wow! ReadWriteWeb macht auf FreeBase Parallax aufmerksam. Dies nur eine neue Oberfläche für Freebase zu nennen, ist eine glatte Untertreibung!


Freebase Parallax: A new way to browse and explore data from David Huynh on Vimeo.

Unbedingt ansehen! Mit Parallax ist es mit ein paar Klicks möglich, die verschiedensten Dinge herauszufinden und zu visualisieren. Wer eine Zeitleiste von Ballett-Komponisten braucht:

Zeitaufwand: ca. 3 Minuten. Die Einfärbung nach Wirkstätten gibt’s flott dazu. Und ich möchte ausdrücklich dazu auffordern, auf den Namen eines Komponisten zu klicken. Beeindruckend. Ich bin geneigt zu sagen: das Beeindruckendste, was ich seit langem im Netz gesehen habe! Die Maps funktionierten gerade nicht, sonst hätte ich hier eine Karte mit allen akademischen Bibliotheken der USA eingeblendet, die brutalistisch gebaut wurden.

Wo muss ich unterschreiben, um Freebase auf Deutsch zu bekommen? ;o)