Nachdem Peter Suber seine Bloggertätigkeit für Open Access News schon beträchtlich zurückgefahren hat, wird nun auch Gavin Baker aussteigen. Eine Alternative sieht Suber im OA Tracking Project. Schon ob der fehlenden Kommentare Subers kann OATP schwerlich ein Ersatz für OAN sein.
Wie das Hamburger Abendblatt heute mitteilt, hat der Axel Springer Verlag sein Medienarchiv mit Artikeln zum Thema Studentenbewegung aus den Jahren 1966-1968 geöffnet.
Mit dem Medienarchiv 68 ist, nach mehr als vier Jahrzehnten, zum ersten Mal eine praktisch vollständige Sammlung der Beiträge zum Thema Studentenbewegung in den Springer-Zeitungen verfügbar.
Im Juni 2009 forderte ich die Öffnung der Open-Access-Szene und schlug die Einrichtung von Projektblogs vor. Die RSS-Feeds könnte man bündeln und in irgendeiner Form verfügbar machen.
Nun ist es soweit, eine Yahoo-Pipe sorgt nun dafür, dass man zumindest einen gewissen Teil der Open-Access-relevanten Blogs auf einen Blick beobachten kann.
Die Pipe funktioniert folgendermaßen:
In einem Google-Doc werden die Feeds gesammelt, die für die Pipe relevant sind. Ich habe mich dafür entschieden, weil man solch ein Dokument kooperativ erstellen kann. Das heißt, die Auswahl der Feeds ist nicht abhängig von der Pflege der Pipe. Außerdem kann man Google-Spreadsheets auch als .csv anzeigen lassen. Das erleichtert die Weiterverarbeitung mit der Pipe enorm.
Die Feeds werden, wie schon erwähnt, als .csv-Datei in die Pipe eingelesen und aggregiert.
Der aggregierte Feed wird nach verschiedenen Begriffen durchsucht. Motto: Falls Open-Access-relevanter Begriff enthalten, dann ab ins Töpfchen; else: Kröpfchen.
Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen, Rumgemecker ignoriert. Das Ganze ist nicht perfekt, eben perpetual beta. Aber es ist brauchbar. Wer Blogs vermisst, möge sie hier in den Kommentaren oder per Email an info (at) openaccess-germany.de vorschlagen!
The 14th library gig I found is a special one. It’s not only in a library. The band members happen to be librarians. Of course: librarians who are cool enough to play „Wipe out“ in their library are bloggers, too. At least two of them. My recommendation: Read those two postings (1, 2) and listen to the Audacious Bibliosophs aka QC and the Sunshine Band:
There happens to be a large amount of musicians on staff at the Queen Creek Branch Library. A while back we decided to get together, form a band, and then play for a programme during our summer reading time! Holly leads things off by telling the kiddos that learning a musical instrument takes time and then we get into the thick of things with filked renditions of Tequila (Queen Creek Library Rocks), Wipe Out, Hang On Sloopy (Hang On Library), Margaritaville (Summer Reading Time), and What a Wonderful World.
If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with „live in the library„.
Netzpolitik.org macht auf die angekündigte Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ aufmerksam. Mitglieder werden je 13 Sachverständige und 13 Mitglieder des Bundestages sein:
5x CDU
3x SPD
2x FDP
2x Linke
1x Grüne
Es sind verschiedene Themen angekündigt. Eine Auswahl:
Stärkung des Bewusstseins für den Wert geistigen Eigentums
Maßnahmen zur digitalen Sicherung des kulturellen Erbes und seiner Nutzung
Förderung der Medienkompetenz, Medienerziehung in Schule, Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung
Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft
Strategien zur Überwindung der digitalen Spaltung (Digital Divide)
Initiativen zum freien Zugang zu den Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung (Open Access)
Weiterentwicklung und Definition offener Standards und Normen
Weiterentwicklung der staatlichen Dienstleistungen (eGovernment)
Strategien für einen freien Zugang zu staatlichen Informationen (Open Data)
Auswahl und Hervorhebungen von mir, die komplette Liste entnehme man bitte dem Netzpolitik-Posting.
Wenn Ihr nicht grade unter einem Stein lebt, habt ihr mitbekommen, dass offensichtlich die chinesische Regierung eine Cyberattacke gegen Google gefahren und Google dafür die Filter abgeschaltet hat, weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.
In der Tat, die Ergebnisse sind eindeutig, auch wenn ich nicht verstehe, was die Suchmaschinen (Baidu, Google, Yahoo) mir mitteilen wollen.
Interessant ist, dass mit Baidu tatsächlich überhaupt drei Ergebnisse gefunden wurden, von denen zumindest das Erste Menschenrechtsbezug hat.
Kann jemand den Infotext im Screenshot von Yahoo.cn übersetzen?
Laut Eric Steinhauer ist die „Verordnung über die Erhebung von Gebühren im Bereich Information, Kommunikation, Medien nach § 30 Hochschulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen“ (GebO-IKM NRW) vom 18. August 2005 (siehe z.B. hier (PDF)) ab 13. Januar 2010 außer Kraft gesetzt. Also heute!
Die Konsequenz daraus ist, dass bis zum rechtsgültigen Erlass hochschuleigener Gebührensatzungen an den Hochschulbibliotheken in Nordrhein-Westfalen derzeit KEINE Säumnisgebühren mehr erhoben werden dürfen.
Dem Fazit Steinhauers kann man nur beipflichten:
Eine handwerklich saubere Neuregelung des Rechts der Bibliotheksgebühren an den Hochschulen hätte eine Übergangsfrist vorsehen müssen. Einnahmen gerade aus Säumnisgebühren sind ein wichtiger Posten für die Erwerbungsetats in den Hochschulbibliotheken. Man wird auf sie nun bis zur Neuregelung des Gebührenrechts in den einzelnen Hochschulen verzichten müssen.
Christiane Schulzki-Haddouti nimmt mir die Worte aus dem Mund:
Open Data – so nicht nur mein Blick in die Kristallkugel – wird 2010 das große Thema werden und die Entwicklung des Internet in diesem Jahrzehnt wesentlich vorantreiben.
Und nicht nur die Entwicklung des Internets, auch gesellschaftliche, künstlerische und wissenschaftliche Entwicklungen können durch Open Data maßgeblich beeinflusst oder überhaupt erst ermöglicht werden. Infos zum Reinlesen gibt es z.B. hier von Lambert Heller. Dass sich auch Bibliothekswesen damit beschäftigen müssen, sollte spätestens nach dem Durchklicken dieser Vortragsfolien von Anne Christensen klar sein:
„Denn wir wissen nicht, was sie wollen“ ist ein Posting von Margret Plank im Bibcamp-Blog betitelt. Sie beklagt das Desinteresse der Nutzer an von der Bibliothek angebotenen Schulungen und Fortbildungen. Um herauszufinden, was die Nutzer wirklich wollen, schlägt sie vor: „Walk a mile in user shoes.“
Eine richtig gute Idee. Momentan ist es ja noch oft der Fall, dass sogenannte Entscheider meist wenig bis gar keinen Nutzerkontakt haben. Gerade in großen Bibliotheken. Welche BibliotheksdirektorInnen setzen sich ab und an mal in die Ausleihe oder die Auskunft? Welche Dezernenten, Referenten? Es ist – zumindest soweit ich das überblicken kann – eine Minderheit. Was die Bibliotheksleitung angeht, kann man das noch für vertretbar halten, solange sie sich auch sonst aus dem Tagesgeschäft heraushält.
Aber spätestens wenn es an die in manchen Bibliotheken „Produktentwicklung“ genannte Konzeption von Dienstleistungen geht, ist Distanz zum Nutzer problematisch. Niemand würde einen Ingenieur zur Konzeption eines Autos anwerben, der noch nie wirklich am Straßenverkehr teilgenommen hat.