Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon

Lyon hat Google für die Digitalisierung ihrer Gemeindebibliothek ausgewählt. Es ist die erste französische Stadt, die sich einer Privatfirma anvertraut, anstatt die Verwirklichung der digitalen europäischen Bibliothek abzuwarten. „Die europäischen Fonds sind selten. Wenn wir eine öffentliche Initiative abgewartet hätten, würden wir in 20 Jahren immer noch warten“, erklärte Bürgermeister Gerard Collomb (PS) seine Initiative.

[via derstandard.at]

"Zeitbomben im Archiv"

E-Government soll in der Schweiz ausgebaut werden: Bis 2011 sollen nach der Zielvorstellung des Bundesrats die Geschäfte von Regierung, Parlament und Verwaltung elektronisch abgewickelt und archiviert werden. Die NZZ widmet dem Thema ein Dossier und macht auch auf einige Risiken des Projekts aufmerksam: Kann die Nachwelt beispielsweise die digitalen Aufzeichnungen noch lesen?

PDF/A mit Open Office 2.4

Beeindruckend locker flockig funktioniert die PDF/A-Erzeugung mit OpenOffice 2.4. Preflight meldet bei der Validierung: Keine Probleme gefunden. Das sollte bei der Erzeugung von PDF-Dateien eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Wer noch nach Argumenten sucht, warum man OpenOffice als wissenschaftlich Schreibender einsetzen sollte, müsste spätestens jetzt überzeugt sein. Hochschuldokumentenserver nehmen oft (und berechtigterweise) nur Dateien im PDF/A-Format an.

jOPAC: Katalog-Widget der Jacobs University

Im Blog der Jacobs University wird auf das Katalog-Widget jOPAC aufmerksam gemacht, das im deutschsprachigen Raum wirklich Maßstäbe setzt. Es gibt auch eine Demo-Version.

Update: Autor John-Paul Cunliffe meint auf Anfrage: it will get open source as soon as I found time for a revise. Daumen hoch!

Klage gegen Semesterapparate

Wie medinfo heute berichtet, klagen in den USA drei große Verlage, mit Hilfe des dortigen Börsenvereins AAP, gegen die Georgia State University,

weil dort die Professoren Kursmaterialien erstellen und an Studenten weitergeben, die zu 50% aus Kopien und Digitalisaten von urheberrechtlich geschützten Werken zusammengesetzt sind.

Hier kann man die Details in der Pressemeldung des AAP nachlesen.

Inetbib 2008: eUniversity & Archivierung

Friedrich Hesse von der Universität Tübingen über „Dynamik bildungsrelevanter Informationsumwelten“
Paradigmen der Lernforschung: Auswendiglernen, Operantes Konditionieren (Verhaltensselektion), Beobachtungslernen, Modelllernen, Kognitive Wende. Ulrik Neisser führt von der Lern- zur Wissenspsychologie.

Wissensressourcen: Wissen ist nicht nur im Kopf vorhanden, sondern auch extern. Ist das dann Wissen oder Information?

Eric Hilgendorf: Anforderungen virtueller Studiengänge an Bibliotheken- am Beispiel der Jurisprudenz.
Hinter dem Wortschwall von Politik und Presse zum E-Learning verbergen sich ernstzunehmende Enwicklungen, die jedoch nicht mit ökonomischen Erwägungen verquickt werden sollten. Stichwort: Personaleinsparung durch computergestützte Lehre.

-> uniwikität – Kooperation mit Aserbaidschan

Reinhard Altenhöner: „Zwischen Vision und Alltag“ Über den neuen Sammelauftrag.

Ständiger Wandel der Formate, Migration und Emulation
Aufbau einer Harvesting-Infrastruktur, um sowohl Push- als auch Pullszenarien anbieten zu können.
Aufbau eines generischen Import-Verfahrens für Objekte und Metadaten.

Spannend: Die DNB möchte sich in Zukunft an der Entwicklung von Webstandards beteiligen. Eine Ankündigung, die Erwartungen weckt.

BSB & Google:
Ziel: Ca. 1000 Exemplare pro Tag. Workflowdatenbank. Bemerkungen, warum nicht gescannt werden konnte. GoogleZEND (ZEND)

Alles in Worldcat!

Vorsichtige Schätzung: Erste Ergebnisse ca. Ende Juli/Anfang August im Netz, Zuerst muss der Workflow wirklich perfekt funktionieren.

Die BSB möchet ausdrückllich verhindern, dass urheberechtsfreies Material frei verfügbar wird. Die BSB möchte offensichtlich ihre „Marktführerschaft“ im Altbestand durch künstliche Verknappung gemeinfreier Inhalte behalten.

Online zu PDF/A konvertieren und überprüfen

Neevia bietet einen kostenfreien, web-basierten Dokumentenkonvertierer an. Unterstützt werden zahlreiche Formate der Kategorien Generic Formats (z.B. Adobe PDF oder Adobe PostScript), Word Processing Formats (ASCII Text, ANSI Text, Microsoft RTF, Microsoft Word for PC v2 bis u.a. Microsoft Word for Windows 2000, Microsoft Works, Microsoft Windows Write, WordPerfect), Spreadsheet Formats (Corel QuattroPro, Lotus 1-2-3, Microsoft Excel, Microsoft Works Spreadsheet), Presentation Formats (Lotus Freelance, Microsoft PowerPoint) und Graphic Formats (BMP, GIF, JP2, JPEG, JPG, PGM, PICT, PNG, TIFF und wirklich viele mehr) als Ursprungsdatei. Umgewandelt werden kann in verschiedene graphische Formate und – hier wird es interessant für Gelegenheits-Selbstarchivierer – in PDF/A.

Neevia Document Converter eXpress makes it possible for anyone to instantly convert files to PDF or Image without the need of installing special software.

Das ist richtig, allerdings gibt es eine Begrenzung auf 1 MB pro Datei. Für Aufsätze mit nur wenigen Darstellungen ist das ausreichend, für die Dissertation muss man dann schon zu einer Programminstallation greifen.

Man sollte stets prüfen, ob das erhaltene Dokument auch wirklich dem PDF/A-Standard entspricht. Intarsys bietet einen entsprechenden Online-Check an. Ein von mir testweise mit dem Neevia Document Converter erzeugtes PDF/A bestand den Test ohne Beanstandungen, eine andere Datei (PDF 1.7), die ich zu Vergleichszwecken validieren ließ, erhielt folgende Fehlermeldung:

Document information dictionary ohne korrespondierende XMP-Struktur
Stream Objekt mit ungültigem Endstream
Unkalibrierter Farbraum ohne passenden OutputIntent
Font Times-Bold muss eingebunden sein
Font Helvetica muss eingebunden sein
Font Times-Roman muss eingebunden sein
Font Helvetica-Bold muss eingebunden sein
Font Helvetica-BoldOblique muss eingebunden sein
Font Helvetica-Oblique muss eingebunden sein
Keine gültige PDF/A Versionsinformation vorhanden

Links

Adobe Flash Media Rights Management Server

DRM error

Heise berichtet über einen neues, von Adobe angebotenen DRMS:

Inhalteanbieter können demnach mit der Software FLV- und F4V-Audio- und Videodateien verschlüsseln und Zugangsrichtlinien setzen, auch nachträglich nach einem Download.

Großartig. Es reicht also nicht, dass mir vorgeschrieben wird, mit welchem Betriebssystem, wie lange und wie oft ich Medien sehen darf. Nun kann es sogar sein, dass sich die Richtlinien ändern, nachdem ich die Medien schon längst in meinem Besitz wähnte. Ein Alptraum für die Langzeitarchivierung und Zitierbarkeit von audiovisuellen Daten. Wie in Adobes Presseerklärung zu lesen ist:

Precise usage control allows service providers to specify a range of parameters for user access and media expiration, while dynamic rights management lets them change usage rights even after a file has been distributed.

De facto kann ich also ein Flash-Video verteilen, und wenn ich dann irgendwann nicht mehr der dort vertretenen Meinung bin, ziehe ich es einfach zurück. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Politik und PR. Ab heute heißt es nicht mehr Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Wenn es nicht mehr opportun erscheint, lässt man es einfach verschwinden.

Was macht eigentlich… Libreka?

Vor einigen Monaten haben wir hier schon einmal über Libreka berichtet, unter anderem auch darüber, dass die Nutzungsbedingungen für Verleger wenig verlockend sind. Einer der Hauptkritikpunkte war die gnadenlose Ineffizienz des Projektes. Katja schrieb im Buchmessenblog:

Fakten auf den Tisch: von den 19.000 im VLB derzeit vertretenen Verlagen haben es knapp 350 geschafft, bisher etwa 8.000 Bücher einzuscannen, zu hosten und für libreka freizugeben.

Nun sind fünf Monate vergangen. Zeit für eine kleine Medienzählung. Freundlicherweise ist bei den einzelnen Kategorien angegeben, wieviele Medien jeweils enthalten sind.
„Was macht eigentlich… Libreka?“ weiterlesen